DER MANN MIT DEM LACHEN

DER MANN MIT DEM LACHEN

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Beschreibung

Mit Jannik Harneit, Olivia Delaure, Anke Fiedler, uva

England zu Beginn des 18. Jahrhunderts ist voller Intrigen und Luxus, Privileg und Ungerechtigkeiten, Liebe und Kriminalität – eigentlich der perfekte Schauplatz für ein Musical. Ähnlicher Meinung muss Victor Hugo gewesen sein – 1869 veröffentlicht er das, was im royalen Frankreich einem Musical am nächsten kommt: einen Roman, der ebendieses Schauspiel dramatisiert. L’homme qui rit (Der Mann mit dem Lachen) ist aus dem Stoff, der gute Musik ausmacht – eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit, die Realität und Prunk Stück für Stück gegeneinander ausspielt.

Im Mittelpunkt steht Gwynplaine, ein Held der anfangs vor allem eines ist: entstellt. Sein zu einem entsetzlichen Dauergrinsen verzerrtes Gesicht (das später auch unzählige Batman-Fans in Angst und Schrecken versetzten sollte) verleiht dem Stück seinen Namen, und ihm einen Platz auf diversen Jahrmärkten. Als sich jedoch herausstellt, dass derselbe Sohn und Erbe eines hochgeehrten Lords ist, findet er sich gefangen in der Kluft zwischen arm und reich wieder. Berauscht vom Prunk und Überdruss des englischen Hochadels, stellt sich bald heraus, dass in dieser kuriosen Welt aber trotzdem nicht alles Gold ist, was glänzt.

Adaptiert für die Musicalbühne, verwandelt DER MANN MIT DEM LACHEN sich nun in einen musikalischen Epos, der die Emotionalität der Geschichte weiter unterstreicht. Die Uraufführung der Staatsoperette Dresden erweckt den englischen Hofstaat und die ihm Untergeordneten in dreißig verschiedenen Haupt- und Nebenrollen, sowie dem hauseigenem Chor und einem sechzig-köpfigen Orchester zum Leben. Zwischen peitschenden Meeresstürmen, grausamer Folter, Karikatur des Adels und dem Seelenschmerz eines von der Gesellschaft Verstoßenen wird alles beschrieben und gefühlt, wie in Victor Hugos Roman dargestellt.

Neben den Dialogen von Tilmann von Blomberg, sind es Frank Nimsgerns Kompositionen – und ihr Zusammenspiel mit den Liedtexten Alexander Kuchinkas – die Gwynplaines Rolle als wandelnde Metapher hervorheben. In seiner Repräsentation der Zivilbevölkerung im Angesicht der Reichen und Schönen – einer Identität die sich im Auge des Betrachters stetig wandelt – wird er zur perfekten Personifikation der hybriden Instrumentierung. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Prunk und Pop, mit Zitaten aus dem Barock und maßgeschneiderten Leitmotiven, die Gegenüberstellung von Schuld und Sühne, Hässlichkeit und dem Bösen an sich mittragen. Hässlich ist schließlich nur wer Böses tut, wie der zweite Akt offenbart.